Lahmheit Milchkuh

Lahmheit Milchkuh

Warum zeigen Milchkühe häufig Lahmheiten

Experten schätzen, dass in Europa etwa 5 Millionen Milchkühe an Lahmheiten in Folge von Klauenerkrankungen leiden. Die Erforschung der Ursachen und die Entwicklung möglicher Strategien gegen dieses Problem lässt sich die Euopäische Union fast drei Millionen Euro aus dem 5. Rahmenprogramm Kosten. 450 000 Euro davon erhält die Klinik für Orthopädie der VUW für die Entwicklung eines biomechanischen „Finite Elemente“ Computermodells, das Licht ins Dunkel der
klauenlahmen Kühe bringen soll.

Die Tatsache, dass beinahe ein Viertel aller europäischen Milchkühe an Lahmheiten leiden, hat zwei Aspekte: zunächst wird, und dies nicht nur unter den Bedingungen der semiindustriellen Milchviehhaltung, Tieren unnötiges Leid zugefügt. Lahmheiten haben aber
auch enorme wirtschaftliche Bedeutung. Bedingt durch den Dauerschmerz sinkt die Leistungsfähigkeit der Tiere: Milch- und Reproduktionsleistung fallen, Ausfälle und Behandlungskosten steigen. Die dadurch entstehenden Kosten werden europaweit auf eine Milliarde Euro geschätzt.

Im Rahmen des EU-Forschungsprojektes an der Klinik für Orthopädie (Dr. Christine Hinterhofer, Prof. Dr. Christian Stanek) der Vet. Med. Universität Wien werden nun v.a. die mechanischen Materialeigenschaften wie z.B. Elastizität und Abrieb des Klauenhorns genau untersucht. Es sollen die Unterschiede zwischen gesundem und krankem Klauenhorn erhoben, die Parameter datenmäßig erfasst werden. Ziel ist schließlich die Entwicklung eines Computermodells und die Programmierung eines Simulationsprogramms zum Testen diverser, am Klauenhorn auftretender Belastungen

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