Herzwürmer beim Hund

Herzwürmer beim Hund

Infos zu Herzwürmern bei Hunden. Entstehung, Übertragbarkeit, Behandlung, etc.

Herzwurmkrankheit (Dirofilariose) des Hundes,  Erreger: Dirofilaria immitis.
D. immitis ist obligat zweiwirtig mit weiblichen Stechmücken (Vorkommen
z. B. Mittelmeerraum, Süden der USA, Mittelamerika etc.) als Zwischenwirt
und v.a. Hunde als Endwirt und Infektionsreservoir. Die Stechmücken übertragen
infektiöse Drittlarven durch den Saugakt am Hund. Im Hund entwickeln sich
daraus die sogenannten Makrofilarien. Diese sitzen v.a. in den Lungarterien,
bei einem sehr starken Befall können sie sich bis ins rechte Herz oder
sogar bis in die Hohhlvenen ausbreiten. Selten können Makrofilarien auch
an anderen Orten sitzen (Haut, Nieren Muskeln etc.). Die Makrofilarien sind
zweigeschlechtlich, die weiblichen Parasiten gebären die Mikrofilarien,
welche sich erst wieder in der Stechmücke zu den für den Hund infektiösen
Drittlarven entwickeln können. D.h. die Anzahl der Makrofilarien ist abhängig
von der Menge der übertragenen Drittlarven beim Saugakt der Stechmücke.
Die Hauptveränderungen werden durch die Makrofilarien verursacht: v.a.
Lungen-, Lungengefäß und Rechtsherzveränderungen bis hin zum
Aszites (Bauchwassersucht). Es können aber auch andere Organe betroffen
sein (durch Mikrofilarien, die die Endstrombahn verstopfen oder durch Antigen/Antikörper-Komplexe).

Diagnose: 1. Nachweis der Mikrofilarien indirekt im Blutausstrich (Blutentnahme
zwischen 18:00 und 14:00 Uhr), an Nativblutausstrichen kann man durch anwenden
einer speziellen Färbung D. immtis von nicht pathogenen Dirofilarien unterscheiden.

2. Knott-Test (Anreicherung der Mikrofilarien)
3. Serologische Untersuchung auf Makrofilarien mittels Elisa.
4. Direkt Nachweis der Makrofilarien mittels Ultraschall in der A. pulmonalis
oder Herz (nur bei stärkerem Befall möglich.)

Therapie: Die beiden unterschiedlichen Filarien verlangen auch nach
einer unterschiedlichen Therapie!
A. Makrofilarien Zur Makrofilarientherapie scheint
Melarsominehydrochlorid ein gut verträgliches und gut wirksames Mittel
zu sein. Immiticide wird normalerweise zwei mal im Abstand von 24 Stunden injeziert.
Bei einem starken Befall mit Makrofilarien (Kontrolle im Ultraschall!) sollte
man zuerst nur eine Injektion verabreichen, um nur ein Teil der Makrofilarien
abzutöten (Gefahr einer hgr. Lungenembolie!), und ca. drei Wochen später
zwei Injektionen im Abstand von 24 Stunden zur Abtötung der restlichen
Makrofilarien. Bei einem extremen Befall mit Makrofilarien ist evtl. sogar eine
operative Entfernung erreichbarer Makrofilarien durchzuführen, da die Gefahr
einer massiven Lungenembolie zu groß ist. Um die Gefahr der Lungenembolie
zu mindern sollten die Tiere während der Therapie weitergehend behandelt
werden. Auch sollten die Tiere Käfigruhe haben.
B. Mikrofilarien Die Mikrofilarien Therapie wird
nach der Makrofilarien Therapie durchgeführt! Kontrolle der Mikrofilarien
nach ca. 3 Wochen. Falls noch welche vorhanden sind erneute Therapie. Wenn bei
einer weiteren Untersuchung nach ca. 3 Wochen immer noch Mikrofilarien vorhanden
sind, ist von nicht abgetöteten Makrofilarien auszugehen und Makro- und
Mikrofilarien Therapie sind zu wiederholen.
ProphylaxeTherapie peroral 30 Tage vor bis 30 Tage nach möglicher
Exposition. Fragen Se Ihren Tierarzt/Ihre Tierärztin nach der Therapie!

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